Dr. med. Axel Schafigh

Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

 

Intratympanale Corticoidtherapie

Bei der ITC-Therapie (Intratympanale Cortisontherapie) werden wenige Mililiter einer speziellen Cortisonlösung direkt in das Mittelohr der erkrankten Seite ein­gebracht. Somit kann die Heilwirkung des Medikaments Cortison direkt vom Mittelohr auf das erkrankte Innenohr übergehen und somit direkt am Ort des Ge­schehens eingreifen. Die Nebenwirkungen, die bei Gabe größerer Mengen Corti­sons durch Tabletten oder Infusionen auftreten (Schwächung der Immunabwehr, Wassereinlagerung in den Körperzellen, Erhöhung des Blutzuckers usw.) treten hierbei nicht auf.

Die ITC-Therapie kann primär, nach vorausgehender oraler oder Infusions­therapie sowie in Kombination mit einer solchen in Abhängigkeit des Befunds erfolgen.

Der Eingriff erfolgt nach ausreichender Anästhesie des Trommelfells durch einen getränkten Wattebausch und wird bevorzugt nach einer einmaligen meist schmerzlosen Eröffnung des Trommelfells mittels Laserstrahl durchgeführt. Vorteil der Laseranwendung ist dabei, dass die Trommelfellöffnung für die Dauer der Therapieanwendungen offen bleibt und nicht bei jeder Anwendung neu punktiert werden muss.

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